Auf der Startseite erscheint bei jedem Aufruf nach dem Zufallsprinzip ein Zitat von Rainer Maria Rilke (1875 - 1926). Sie stammen aus seinen Büchern. Hier die ganze Liste seiner Gedanken, die ich zum Nachdenken anregend finde.


25   Das Leben ist durchaus nicht so konsequent wie unsere Sorgen, es hat viel mehr Einfälle und viel mehr Seiten als wir.
26   Man hat schon viele Bewegungsbegriffe umdenken müssen, man wird auch allmählich erkennen lernen, daß das, was wir Schicksal nennen, aus den Menschen heraustritt, nicht von außen her in sie hinein.
27   Gegen das Leben an irgendeiner Stelle ablehnend zu sein, ist mir nie eingefallen.
28   Man muß nicht ein Pflaster, weil es einmal gut getan hat, das ganze Leben aufgelegt lassen.
29   Wir ordnens. Es zerfällt. Wir ordnens wieder und zerfallen selbst.
30   Wenn der Mensch doch aufhörte, sich auf die Grausamkeit der Natur zu berufen, um seine eigene zu entschuldigen! Er vergißt, wie unendlich schuldlos auch noch das Fürchterlichste in der Natur geschieht.
31   Dieses endgültig freie Jasagen zur Welt rückt das Herz
auf eine andere Ebene des Erlebens.
32   Unsere größten Ängste sind die Drachen, die unsere tiefsten Schätze bewahren.
33   Die Eltern sollen uns nie das Leben lehren wollen, denn sie lehren uns ihr Leben.
34   Ich glaube an das Alter, lieber Freund, Arbeiten und Altwerden, das ist es, was das Leben von uns erwartet.
35   Alles, was mehr aus uns macht, ist Gnade für uns.
36   Das Leben sagt immer zugleich: Ja und Nein. Er, der Tod, ist der eigentliche Ja-Sager. Er sagt nur: Ja.
Foto Blüte