Auf der Startseite erscheint bei jedem Aufruf nach dem Zufallsprinzip ein Zitat von Rainer Maria Rilke (1875 - 1926). Sie stammen aus seinen Büchern. Hier die ganze Liste seiner Gedanken, die ich zum Nachdenken anregend finde.


49   Ich glaube nicht, dass das zerstörte Alte schon etwas Neues ist.
50   Güte ist, wie alle sogenannten Tugenden, nicht etwas Vorhandenes, blind Wirkendes, sondern angewandtes eigenes Erleben auf fremde Dürftigkeit.
51   Nicht immer feindlich nach Allem fassen, einmal sich alles geschehen lassen und wissen, was geschieht, ist gut.
52   Es ist gut, einsam zu sein, denn Einsamkeit ist schwer; dass etwas schwer ist, muss uns ein Grund mehr sein, es zu tun.

53   Vertrauen kommt nur aus Vertrauen, alles Wohltun ist ein Wiedertun.
54   Gerade die Einsamsten haben den grössten Anteil an der Gemeinsamkeit. - Je mehr Einsame, desto feierlicher, ergreifender und mächtiger ist ihre Gemeinsamkeit.
55   Der Geist, der uns vereinsamt, will völlig sicher sein, uns zu vereinen.
56   Der erscheint mir der Grösste,
der zu keiner Fahne schwört,
und, weil er vom Teil sich löste,
nun der ganzen Welt gehört.
57   Ich glaube an eine Lehre,
von der man sagt, sie wäre
auf Erden selbst sich Lohn.
Die Lehre, die ich übe,
die Lehre heisst die Liebe.
Sie ist mir Religion.
58   Das ist eine der vollkommensten Aufgaben der Freundschaft, dass man rein sei im Nein, wo einen nicht das unendliche Ja überflutet.
59   Geliebtsein heisst aufbrennen. Lieben ist: Leuchten mit unerschöpflichem Öle. Geliebtwerden ist vergehen, Lieben ist dauern.
60   Eine Geliebte, die nachgiebt, ist noch lange keine Liebende.
Foto Blüte